Der Innovationspark Zürich wird in den nächsten Jahren auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens in Dübendorf errichtet und umfasst in den ersten Etappen eine Fläche von bis zu 38 Hektaren. Die neue Plattform für Forschung, Entwicklung und Innovation soll die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Institutionen wie Hochschulen und der Privatwirtschaft beschleunigen. Auf dem noch zu bebauenden Areal wurde im Laufe des Winters durch die betreibende Stiftung Innovationspark Zürich als Startpunkt ein Pavillon errichtet, der die Büros der Stiftung, eine Cafeteria sowie Informationsflächen für die Öffentlichkeit und zukünftige Nutzer enthält. Ein Expertenteam für IoT sowie das Team des Innovationsparks Zürich haben ein Digitalisierungskonzept für den neuen Pavillon erarbeitet und statten ihn mit verschiedener Sensorik aus. Die Erfahrungen aus dem Pavillon dienen als Grundlage für eine zukünftige Digital-Vernetzung aller geplanten Neubauten. Mehrwert für die Community Die im Innovationspark-Pavillon installierten Sensoren zeigen auf, wie die erfassten Daten einen Mehrwert für die Community schaffen können. Eine Cloud-Applikation hilft bei der optimalen Nutzung der Räume und ermöglicht eine smarte Kommunikation zwischen Sensoren, Nutzern und Betreibern. Die gemessenen Werte werden den Nutzern in Form einer Applikation zur Verfügung gestellt. Sie weist zum Beispiel aktiv auf CO2-Überschreitungen innerhalb der Sitzungszimmer hin und animiert zum gezielten Lüften. Mittels der smarten Kommunikation können so Heizkosten reduziert, die Luftqualität durch Frischluftzufuhr verbessert oder der Service im «Chuchichäschtli», der Cafeteria, optimiert werden. Jahrelang ohne neue Stromversorgung Die im Projekt eingesetzten Sensoren basieren auf Lora, einem Funknetz mit geringem Energieverbrauch (siehe Box), das den Einsatz über mehrere Jahre ohne einen Batterieaustausch ermöglicht; das Verlegen von zusätzlichen Kabelverbindungen entfällt. Mit dem Wachstum des Innovationsparks werden weitere Elemente hinzukommen. So können zukünftig freie Parkplätze, Car Sharing oder unbesetzte Arbeitsplätze per Sensorik erfasst und den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Die Absicht des Innovationsparks ist es, diese Daten holistisch und Schritt für Schritt mit dem Park anwachsen zu lassen, um alle Bedürfnisse der Community an smarter Vernetzung zu erfüllen. Leuchtturmprojekte wie der Innovationspark-Pavillon eignen sich hervorragend, um die optimale Vernetzung von Gebäuden und Nutzern zu evaluieren und so ein smartes Gebäude-Ökosystem zu schaffen.