Die Gebäude der Zukunft sollen intelligent werden und das digitale Wohnen der künftige Standard. Neben all dem Aufsehen und der Faszination stellt sich allerdings die Frage, wo genau der Nutzen in einem Smart Building Konzept liegt. Und wie können Sie sicherstellen, dass Ihre Geschäftspartner und Interessensgruppen Ihre Begeisterung mit Ihnen teilen? Unser Expertenteam hat die Vorteile zusammengetragen und zeigt auf, auf was Sie in Ihrem Smart Building Konzept für Gebäudemanagement am meisten achten sollten.

Die Basis für eine erfolgreiche Integration bildet die durchdachte Aufgleisung und Implementation Ihres Konzepts. Bevor Sie sich in die Implementierung eines Smart Building Konzepts hineinstürzen, müssen Sie sich erstmal bewusst sein, was Sie damit erreichen wollen. Dabei ist es sinnvoll, über die diversen Möglichkeiten informiert zu sein. Dieser Beitrag zeigt Ihnen am Beispiel des Gebäudemanagements die Anwendungsbereiche auf.


Vorteile von Smart Building

Ein grosser Vorteil von Smart Building Konzepten ist, dass es realisiert werden kann, ohne in die bestehende IT eingreifen zu müssen. Die Informationen gelangen direkt in eine Cloud-Applikation, welche wiederum über eine Schnittstelle in ein CRM integriert werden kann. Dadurch kann auf Ihre Smart Building Steuerung sicher und mühelos zugegriffen werden.


Doch wie hilft Ihnen Smart Building, um Ihr Gebäudemanagement zu optimieren? Diesbezüglich zeigt sich: Mit den heutigen flächendeckenden und kostengünstigen LoRaWAN Sensoren können verschiedenste Messungen an und in einem Gebäude getätigt werden. Gerade bei Gebäuden ohne existierendes professionelles und teures Klimamanagement-System (bis 30'000 m2) können IoT-Lösungen (Lesen Sie in unserem Blogbeitrag mehr zu IoT) zu einem Bruchteil der Kosten erstellt werden. Beispielsweise können durch die Integration an ein kabelloses und stromloses Heizungssystem wichtige Werte wie Temperatur oder Energieverbrauch schnell ermittelt werden. Durch intelligentes Heizen lassen sich bis zu 70% des Gebäudeenergiebedarfes reduzieren. Durch Fakten, die in Echtzeit bereitgestellt werden, kann so die Personalplanung im Facility Management effizienter gestaltet werden. Daraus können weitere ressourcensparende Handlungen abgeleitet werden.

Doch damit nicht genug: Durch die gewonnenen Daten lassen sich mit dem verbesserten Gebäudemanagement die Einsatzgebiete exakt planen. Auch bei sicherheitsrelevanten Themen wie Tür- und Raum-Überwachungen bestehen zahlreiche Möglichkeiten, um beispielsweise ein Evakuierungskonzept zu vereinfachen.

Studien zeigen, dass über 80% der Arbeitskräfte Mühe mit der Konzentration haben, wenn die Raumtemperatur höher ist, als sie es sich wünschen. Ein Arbeitsschritt benötigt dadurch um bis zu ein Viertel mehr Zeit. Durch eine zentrale Steuerung kann einfach und direkt Einfluss auf Heizung, Lüftung, Facility Teams und Reparaturen genommen werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass ein Gebäude einfach überwacht und gesteuert werden kann.

Einfaches Pilotprojekt als Erfolgsgarant

Doch wie können Sie sicherstellen, dass sich Ihr Konzept langfristig durchsetzt? Um die Steakholder von Smart Building zu überzeugen, ist die Einführung eine Pilotprojekts empfehlenswert. Beginnen Sie deshalb mit der Integration eines simplen Anwendungsfalls, welcher bewährt ist, sich schnell realisieren lässt und verlässliche Resultate liefert. Heizungen, LED-Leuchten, Luftqualität der Räume sowie Tür-Überwachungen sind gute Beispiele für ein Pilotprojekt.

Aus den gewonnen Informationen sollten wertvolle Schlussfolgerungen gezogen werden, die es Ihnen ermöglichen, ein Smart Building Konzept erfolgreich und ganzheitlich zu gestalten.

 

Setzen Sie auf offene Systeme

Viele neue Anbieter im Bereich Smart Building stehen kurz vor der Markteinführung. Wir befinden uns am Anfang der Entwicklung und es wird täglich an Innovationen getüftelt und Neues auf den Markt gebracht. Die verschiedenen Anbieter setzen dabei auf offene oder geschlossene Systeme. Offene Systeme haben den Vorteil, dass sie Drittapplikationen und den Datenaustausch zulassen. Verwenden Sie deshalb ein offenes System, damit Sie jederzeit bestehende Lösungen mit Neuen ersetzen und neue Features einbauen können. Wenn Sie zudem Ihr erstes Pilotprojekt mit einer einfachen Anwendung ausrollen, kommen Sie schnell zu handfesten ersten Ergebnissen.

Hivemind Smart Building

Fazit

Werfen wir einen Blick auf die Zukunft, zeigt sie uns Bauwerke mit effizientem Management aller Ressourcen, und dies mit minimalem Einfluss auf die Umwelt, natürlichen Ressourcen oder Gesundheit. Dank intelligenter Datenanalyse handeln Smart Buildings vorausschauend und reagieren aktiv auf sicherheitsrelevante Veränderungen.

Smart Buildings bieten zwar einen Mehrwert für die End-Kunden, sind aber auch interessant für Ihre Stakeholder und eignen sich als äusserst kostensparende B2B2C-Lösung. Indem Sie einen bewährten Anwendungsfall als Ausgangslage verwenden, können Sie ein langfristiges Smart Building Konzept auf die Beine stellen und allfällige Barrieren frühzeitig beseitigen. Falls Sie zudem ein offenes System verwenden, können jederzeit weitere Anwendungen für ein Smart Building angebunden werden. So sind Sie für die Gebäudetechnik der Zukunft bestens vorbereitet.